12.05.2017

Grüne begrüßen Aktionstag gegen Glyphosat am 13. Mai

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 Ziel ist es, innerhalb eines Jahres mindestens eine Million Unterschriften aus sieben EU-Ländern zu sammeln. Babett Pfefferlein, gesundheitspolitische Sprecherin, und Olaf Müller, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion erklären dazu: „Für eine erfolgreiche Bürgerinitiative gegen den Einsatz von Glyphosat fehlen noch knapp 300.000 Unterstützerinnen und Unterstützer: Mit dann einer Million Unterschriften wird sichergestellt, dass nicht nur die Konzerne, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger in Brüssel gehört werden. Deshalb sammeln am 13. Mai Menschen in ganz Europa Unterschriften.“ Babett Pfefferlein erläutert den Hintergrund: „Akut besteht die Gefahr, dass die EU-Kommission den Einsatz von Glyphosat im Herbst diesen Jahres um weitere zehn Jahre verlängert. Dies wäre angesichts der Einflussnahme, die Monsanto auf die der Entscheidung zugrunde liegenden Untersuchungen offensichtlich ausgeübt hat, ein unverantwortlicher Schritt. Die Gefahren für Leib und Leben sind keineswegs ausgeräumt. Die massive Einflussnahme auf wissenschaftliche Untersuchungen zeigt, dass der Konzern offensichtlich befürchtet, dass die Wahrheit ans Licht kommen könnte“, so die Landtagsabgeordnete. „Auch aus Sicht vieler Bäuerinnen und Bauern überwiegen die Gefahren“, so Olaf Müller. „Viele Landwirte und Landwirtinnen haben inzwischen erkannt, dass der immer umfangreichere Pestizideinsatz zu inakzeptablen Vergiftungen ihrer Böden und der gesamten Umwelt führt. Dies zerstört die Bodenfruchtbarkeit, die Artenvielfalt und gefährdet zunehmend den Menschen selbst“. Der Thüringer Landtag hat deshalb bereits mit den Stimmen der Regierungskoalition beschlossen, sich dafür einzusetzen, den Einsatz von Glyphosat erheblich einzuschränken. Insbesondere die sogenannten Sikkation, also der Einsatz von Herbiziden zur Abtötung von Pflanzen kurz vor der Ernte und der Einsatz in öffentlichen Parkanlagen, sollen erschwert werden. Die Landtagsabgeordneten haben sich zudem angesichts des inzwischen universellen Vorkommens des Ackergifts entschlossen, sich einem Glyphosat-Test zu unterziehen. Mit den Ergebnissen rechnen sie im Sommer.

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